Kennst du das auch? Die To-do-Liste quillt mal wieder über, du hetzt von Termin zu Termin, pendelst zwischen Job, Familie und Alltag? Zwischendurch noch schnell die Mails checken. Du glaubst, allen Anforderungen gerecht werden zu müssen? Was, wenn wir stattdessen mal innehielten? Mehr von dem täten, was uns guttut, was uns beflügelt. Oder einfach mal alle Fünfe gerade sein ließen?

Zeit, zu hinterfragen, welche Aufgaben, Tätigkeiten, Dinge, Gewohnheiten und Denkweisen mich den lieben langen Tag lang beschäftigen. Denn als Working Mum mit vielen Interessen habe ich eigentlich immer zu viele Bälle in der Luft. Jedoch hat auch mein Tag nur 24 Stunden, über die ich verfügen kann. Berücksichtige ich neben Zeit für Job, Fahrzeit, family-time, Zeit für den Partner, Haushalt, Organisatorisches auch noch Sport (was ist das?), Weiterbildung (u.a. meine Coaching-Ausbildung) sowie mein Herzensprojekt GeNiCo bleibt kaum noch Zeit für Pausen, ausreichend Schlaf – geschweige denn für mich. Ich darf also fasten. Und zwar Aufgaben. Mittel der Wahl: eine Not-to-do-Liste. Mein Ziel: Mehr Fokus! Mich auf das Wesentliche konzentrieren! Mehr Zeit für mich! Zeit für Dinge, die mir wichtig sind und die mir guttun würden. Hierzu unabdingbar: meine Gewohnheiten beleuchten und entrümpeln, denn mir schwant, ein Teil des Zeitproblems ist selbstgemacht.

Die Macht der Gewohnheit

Viele unserer Handlungen führen wir gewohnheitsmäßig aus. Gewohnheiten sind durchaus sinnvoll, ersparen sie uns doch Zeit und Energie, da wir nicht ständig über regelmäßige Handlungen und deren Abläufe nachdenken müssen. Mit jeder Gewohnheit, die wir etablieren, gestalten wir unser Leben und unsere Zukunft. Manche unserer Gewohnheiten sind gut und produzieren die erwünschten Resultate oder Ergebnisse. Manchmal haben wir uns jedoch Denk- und Verhaltensweisen angeeignet, die nicht auf unsere Ziele einzahlen.

Wenn wir verstehen, welche Macht unsere Gewohnheiten haben, können wir diese verändern. Mit gleichbleibenden Gewohnheiten erhalten wir die gleichen Ergebnisse. Wenn wir unsere Ziele kennen und wissen, was wir uns für unser Leben wünschen, können wir bessere Routinen entwickeln, die zu uns und unseren Bedürfnissen passen.

„Achte auf deine Gedanken, denn sie werden Worte.

Achte auf deine Worte, denn sie werden Handlungen.

Achte auf deine Handlungen, denn sie werden Gewohnheiten.

Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter.

Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal“

Talmud

James Clear beschreibt in seinem Buch „Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen – Mit Micro Habits zum Erfolg“ wie bereits mit kleinen Veränderungen eine große Wirkung erreicht und Gewohnheiten positiv verändert werden können.

Durch die Analyse deines eigenen Verhaltens wird dir bewusst, dass die Verhaltensmuster, welche deine ungewünschten Resultate verursachen, gewohnheitsmäßig sind. Häufig wird der Fehler gemacht, nur eine negative Gewohnheit zu eliminieren und dann ein besseres Ergebnis zu erwarten. Es hat sich aber gezeigt, dass eine andere negative Gewohnheit sie automatisch ersetzt, wenn sie nicht bewusst und absichtlich durch eine positive Gewohnheit ersetzt wird. Deshalb dürfen wir unsere unliebsamen Gewohnheiten entlarven und diese verändern

Erfolgsverhinderern auf die Spur kommen und ersetzen

Den Verlockungen und Zeitfressern der modernen Welt á la Social Media, Netflix & Co zu widerstehen ist nicht einfach. Die Chips griffbereit, a apple a day und die Sportschuhe leider nicht. Zu verlockend und einfach sind die Ausflüchte aus der realen Welt, zu groß die Angst etwas zu verpassen, auch bekannt als FOMO = fear of missing out. Dabei wissen wir oft, was uns nicht guttut und tun es trotzdem. Es mangelt also nicht an Wissen. Das Wissen ist vorhanden und zugänglich. Es mangelt am Tun, an der Umsetzung. Und genau dieses Gap unterscheidet erfolgreiche Menschen von weniger erfolgreichen Menschen. Wobei es in diesem Kontext nicht um ein weiter, höher, schneller gehen soll sondern um die Klarheit, was wir wirklich erreichen wollen. Um den Fokus auf Gewohnheiten mit Mehrwert. Um ein Entlarven und Entrümpeln unserer Gepflogenheiten für mehr Freiraum, für mehr being statt doing.

Aufgabe

  • Beobachte in der nächsten Woche, wie du deinen Tag verbringst und welche Gewohnheiten du erkennst. Notiere dir diese.
  • Welche Gewohnheiten unterstützen dich auf dem Weg zu werden, wer du sein möchtest?
  • Welche Gewohnheiten dürfen sich verabschieden, da du mit ihnen nicht die gewünschten Ergebnisse erzielst?
  • Mit welchen einfachen Schritten könntest du sofort beginnen, deine unliebsamen Gewohnheiten zu verändern?
Gewohnheiten

Umsetzungs-Tipps

  • Mach es einfach. Ich bin z.B. eine Naschkatze. Um den Versuchungen nicht zu erliegen, gibt es kaum noch Süßigkeiten zu Hause, stattdessen schnippeln wir morgens Obst und Gemüse und stellen es appetitlich auf den Tisch.
  • Sei achtsam und überfordere dich nicht. Starte langsam, dafür konsequent.
  • Sei verbindlich und konkret. Trage deine Termine in den Kalender ein, z.B. sporteln am Freitag und Sonntag. Hast du die Termine notiert, kannst du deine Aktivitäten auch gleich tracken. Markiere die Tage, an denen du dich an deine Vorsätze gehalten hast, z.B. mit einem Smiley. So belohnst und motivierst du dich und hältst dich bei der Stange. Und überhaupt: Belohne dich, auch für das Erreichen von Zwischenzielen.
  • Suche dir einen Buddy. Gemeinsam macht es mehr Spaß.
  • Lege Perfektionismus ab. 80/20 tun es auch. Wichtig ist, dass du beginnst.
  • Male dir deine zukünftige Version in bunten Farben aus (z.B. dich in sportlich)
  • Hinterfrage deine Rollen und sortiere sie aus (Kennst du den Song: I’m a bitch. I’m a lover. I’m a child. I’m a mother. I’m a sinner. I’m a saint. I’m a hell. I’m a dream. I’m nothing in between…)
  • Schaffe Zeitfenster und lerne zu delegieren, zu Hause und im Job
  • Etabliere dich unterstützende Routinen, z.B. Morgen- oder Abendroutine mit Journaling, Dankbarkeitsübungen, Meditationen, Bewegung oder was immer dir gefällt und guttut
  • Verankere Gewohnheiten in deinem Alltag und baue sie möglichst aufeinander auf, indem du sie mit einer bereits bestehenden Gewohnheit verbindest, z.B.: während du morgens deinen Kaffee trinkst, schreibst du dein Journal.

„Du wirst dein Leben niemals verändern, solange du nicht etwas veränderst, das du täglich tust. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in deiner täglichen Routine.“ 

John C. Maxwell

Buch-Tipps

Clear, James: „Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen – Mit Micro Habits zum Erfolg“

Duhigg, Charles: „Die Macht der Gewohnheit: Warum wir tun, was wir tun | Psychologie-Ratgeber wie wir Micro Habits verändern können“

Hal, Elrod: „Miracle Morning: Die Stunde, die alles verändert. Steh auf und nimm dein Leben in die Hand“ Mc Keown, Greg: „Essentialismus: Die konsequente Suche nach Weniger. Ein neuer Minimalismus erobert die Welt“ – Ein Buch über die Kunst, sich nicht zu verzetteln und mit ganzem Herzen seinen eigenen Zielen und Träumen zu folgen.

Ryder, Carrol: „Die Bullet-Journal-Methode: Verstehe deine Vergangenheit, ordne deine Gegenwart, gestalte deine Zukunft”

Sharma, Robin: „Der 5-Uhr-Club: Gestalte deinen Morgen und in deinem Leben wird alles möglich“

Weaver, Libby: „Das Rushing Woman Syndrom: Was Dauerstress unserer Gesundheit antut“

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